OSEC: Neue Technologien, neue Risiken, neue Chancen
Viele Lösungsansätze stehen bereits zur Verfügung. Wir sollten jetzt Unternehmen verpflichten diese auch einzusetzen und unsere Gesetze an die technologische Realität von Verbrechen anpassen.
Täterinnen und Täter setzen Täuschung, Drohungen oder Gewalt ein, um Kinder, Frauen und Männer zu zwingen, für wenig oder gar keinen Lohn zu arbeiten. Menschen in Sklaverei wird oft ausreichend Nahrung oder Schlaf verweigert und es wird ihnen verwehrt, zur Schule zu gehen oder medizinische Versorgung zu erhalten.
In Südasien sind ganze Familien gezwungen, in Ziegeleien und Reismühlen zu arbeiten, in Bekleidungsfabriken und an anderen Orten - einige bis zu 20 Stunden pro Tag. In Ghana schuften Kinder manchmal schon im Alter von vier Jahren in der oft lebensgefährlichen Fischereiindustrie. In Kambodscha werden verarmte Menschen verschleppt, um in Branchen wie Landwirtschaft, Bauwesen und Fischerei zu arbeiten, sowohl innerhalb des Landes als auch über Grenzen hinweg.
Millionen Menschen sind weltweit von Arbeitssklaverei betroffen (GSI).
der Arbeitssklaverei tritt in der Privatwirtschaft auf: in Haushalten, Geschäften und Lieferketten.
Millionen Menschen sind im Raum Asien und Pazifik in einer Form von Arbeitssklaverei gefangen.
In Südasien werden Millionen Menschen in verschiedenen Formen von moderner Sklaverei festgehalten. Menschenhandel und Schuldknechtschaft sind zwar per Gesetz verboten, doch es mangelt in der Umsetzung geltenden Rechts. Täterinnen und Täter wissen darum und wähnen sich straffrei. Das führt dazu, dass in Südasien mehr Menschen in Sklaverei festgehalten werden als in irgendeinem anderen Land der Welt.
Zehntausende Kinder arbeiten am Volta-Stausee in der Fischerei. Fast 40 Prozent der Kinder in den umliegenden Gemeinden wurden von Kriminellen getäuscht und in die Arbeitssklaverei gelockt. Einige der Minderjährigen, die dort auf Fischerbooten schuften müssen, sind kaum älter als vier Jahre. Immer wieder ertrinken Kinder auf dem See, weil sie nicht schwimmen können.
Eine Form von massivem Unrecht beobachtet IJM an der Küste Thailands. Tausende Gastarbeiter aus Kambodscha und Myanmar werden in der Fischereiindustrie ausgebeutet. Oft müssen die Männer über viele Jahre auf Fischkuttern leben und unter widrigen Umständen bis zu 20 Stunden am Tag arbeiten.
In Südostasien wächst eine neue Form von Sklaverei zu einer globalen Krise: Kriminelle locken Menschen aus aller Welt mit falschen Angeboten gut bezahlter Online-Arbeit in Länder wie Kambodscha. Mit Gewalt zwingen sie dort Betroffene, Menschen weltweit über das Internet um ihr Geld zu betrügen.
Viele Lösungsansätze stehen bereits zur Verfügung. Wir sollten jetzt Unternehmen verpflichten diese auch einzusetzen und unsere Gesetze an die technologische Realität von Verbrechen anpassen.
Berlin (01.11.2024) – Gestern befand ein Pariser Gericht den 59-jährigen französischen Staatsbürger der Beihilfe zur Vergewaltigung und sexuellen Nötigung von Minderjährigen für schuldig und verurteilte ihn zu insgesamt 25 Jahren Gefängnis. In diesem Fall ging es um das Livestreaming sexueller Übergriffe auf Kinder, von denen einige gerade einmal fünf Jahre alt waren. IJM fordert Tech-Unternehmen und Finanzdienstleister auf, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um solche Gräueltaten auf ihren Plattformen, Apps und Geräten zu verhindern.
Berlin (24.09.2024) - International Justice Mission (IJM), die rumänische Sonderkommission der Abgeordnetenkammer und des Senats zur Bekämpfung des Menschenhandels und Menschenrechtsorganisation ANAIS haben gemeinsam zwei Gesetzesentwürfe ausgearbeitet, die die Unterstützung und den Schutz von Betroffenen von Straftaten verbessern und eine wirksamere Verfolgung von Menschenhändler/-innen ermöglichen werden.